• Moorbad im Teutoburger Wald, © Teutoburger Wald Tourismus, T. Conrad

Wellness, Entspannung und natürliche Heilkräfte

Urlaub machen und dabei noch etwas für die Gesundheit tun – das ist in Nordrhein-Westfalen an vielen Orten möglich: Sanfte Landschaften laden zu entspannten Wanderungen ein. Thermen, Wellness-Tempel und Spa-Resorts sorgen fürs Durchatmen und Wohlfühlen. Und wer langfristig vom Urlaub profitieren will, nutzt die Auszeit zwischendurch, um mit professioneller Hilfe seine Ernährung umzustellen oder dem Stress den Garaus zu machen.


Dabei sind es oft die natürlichen Methoden und Heilmittel, die weiterhelfen. Und von denen gibt es in Nordrhein-Westfalen viele:  Heiße Quellen und kalte Kneipp-Güsse, Mineralwasser und Sole-Kuren, heilende Moor- und Schwefelbäder und nicht zu vergessen die frische klare Luft, die neue Lebensgeister weckt. So ist etwa Winterberg im Sauerland heilklimatischer Kurort mit einem Klima, das dem am Meer oder im Hochgebirge ähnelt. Ein solches Reizklima ist vor allem bei Allergikern beliebt, weil es meist die Beschwerden lindert. Es kann aber auch eine heilsame Wirkung auf den Stoffwechsel und die Gesamtaktivität des Körpers entfalten.
Winterberg ist nicht der einzige Kurort in NRW. Insgesamt gibt es über 30 Heilbäder und Kurorte im Land, die sich immer mehr in moderne Gesundheitszentren verwandeln. Wer nicht die frische Luft allein wirken lassen möchte, findet für die Auszeit zwischendurch viele Angebote, die auch im Alltag nachwirken – vom angesagten Faszientraining, auf das auch Stars wie Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger oder Hollywood-Schauspielerin Gwyneth Paltrow schwören, über Entspannungsübungen bis zur Ernährungsberatung.


Wellness-Tempel im Grünen

Und auch, wer es sich einfach mal gutgehen lassen will, wird sicher fündig. So hat der TÜV sieben Wellness Hotels und Resorts in Nordrhein-Westfalen zertifiziert, in denen Gäste vom Alltag abschalten können. Neben vier Häusern im Sauerland, sind auch Häuser am Niederrhein, im Münsterland und im Kreis Mettmann, dem Neanderland, dabei. Alle Häuser liegen draußen im Grünen, umgeben von idyllischen weiten Landschaften, und sind damit zugleich bestens geeignet für ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen.  


Dass gleich vier der Wellness-Häuser im Sauerland liegen, kommt nicht von ungefähr. Die Region ist bekannt für ihr herausragendes Angebot für Wohlfühl- und Gesundheitsurlaube. Gut ausgeschilderte zertifizierte Wanderwege finden Gäste hier ebenso wie spezielle Nordic-Walking-Strecken oder einen besonderen Kneippwanderweg. Heilstollen sorgen ebenso wie das imposante historische Gradierwerk im Bad Sassendorfer Kurpark für eine einzigartig frische, heilsame Luft.

Aber auch der Teutoburger Wald gehört in Deutschland und Europa zu den ersten Adressen für all diejenigen, die etwas für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit tun wollen. Nicht umsonst wird er auch als der „Heilgarten Deutschlands“ bezeichnet. Wer nach natürlichen Heilmitteln sucht, wird zwischen Moor, Thermalbad und Gradierwerk schnell fündig. Neben den traditionellen Techniken und Therapien haben sich die Experten aber auch hier weiterentwickelt und bieten heute Ernährungs-, Fitness- oder auch Rückenprogramme an, die den modernsten Standards entsprechen. Dazu kommt die Landschaft mit ihren vielen abwechslungsreichen Wanderwegen, die ihren Teil zu Entspannung und Heilung beiträgt. Bestes Beispiel hierfür ist die Vital-Wander-Welt, in der Wanderungen mit Fitness-, Entspannungs- oder Yoga-Übungen unter Anleitung von geschulten Coaches kombiniert werden. 


Besucher lieben Thermen seit Jahrhunderten


Anlaufstelle für Heilungssuchende ist bereits seit vielen Jahrhunderten auch Aachen. Die Stadt, die eigentlich Bad Aachen heißt, verfügt über die heißesten Quellen Mitteleuropas. Schon Karl der Große ließ sich vor über 1.200 Jahren in der Stadt nieder, weil er die heilende Wirkung der Thermalquellen schätzte. Und auch römische Legionäre, mittelalterliche Mönche und der berühmte Casanova badeten in den heißen Quellen. Neben Thermen finden Gäste in der quirligen Universitätsstadt auch gleich drei Sanatorien.   


Gesunde Angebote gibt es aber auch an Orten, an denen man sie vielleicht nicht erwartet: In Gelsenkirchen im Ruhrgebiet beispielsweise werden Stressgeplagten beim Wandern Lamas an die Hand gegeben. Die Tiere haben ihr ganz eigenes langsames Tempo, auf das sich ihre zweibeinigen Begleiter zwangsläufig einstellen müssen und so ganz nebenbei lernen zu entspannen. Düsseldorf und Köln haben sich insbesondere auch bei ausländischen Medizintouristen einen Namen gemacht. Mit ihren natürlichen Vorzügen – Rheinauen, Parks, Wäldern und beschaulichen Seen – sind sie aber auch für Einheimische, die nachhaltige Erholung suchen, ein beliebtes Ziel.


Wandern und Radfahren zur Entspannung


Wen es aus den lebendigen Großstädten eher in ruhigere Gefilde zieht, der wird gleich vor den Toren der beiden Rheinmetropolen fündig, im Neanderland und im Rhein-Erft-Kreis. Das hügelige Neanderland östlich von Düsseldorf mit seinen Wäldern und ausgedehnten Feldern eignet sich bestens zum Wandern, beispielsweise über den Neanderland-Steig. Im Rhein-Erft-Kreis bei Köln lädt der Naturpark Rheinland zu ausgedehnten Spaziergängen oder Radtouren ein. Im Sommer lässt man die idyllische ruhige Landschaft am besten beim Kanufahren auf der Erft auf sich wirken.


Auch die Eifel oder das Bergische Land eignen sich natürlich bestens für Wandertouren. Wer auf der Suche nach nachhaltigeren Gesundheitsangeboten ist, findet hierzu ebenfalls ein großes Angebot unter dem Dach des Projekts „Eifel Vital“, das die zentrale Informationsplattform für Vitalangebote aus den Bereichen Gesundheit, Wellness und Coaching in der Region ist. 


Wer lieber gemütlich aufs Rad steigt, für den sind das Münsterland und der Niederrhein die perfekten Ziele, denn große Anstiege muss man hier nicht befürchten. Stattdessen warten überwiegend flache Radwege, die durch Wiesen und Felder führen. Für entspannte Pausen sorgen Thermen, Spa-Resorts und Wellness-Hotels.