• Entspannen an den Bruchhauser Steinen, © Tourismus NRW e.V. Dominik Ketz

Bewusster leben

Es gibt unterschiedliche Gründe bewusster leben zu wollen. Besonders oft taucht dieser Gedanke auf, wenn etwas sehr Einschneidendes passiert – im positiven wie im negativen Sinn. Wenn wir beispielsweise Eltern werden, nehmen wir uns vielleicht vor jetzt aber ganz bestimmt bewusster zu leben. Oder wenn plötzlich ein Freund oder Verwandter stirbt und uns damit auch die Endlichkeit unseres eigenen Lebens bewusst wird.
Aber mal ganz ehrlich, was heißt denn überhaupt „bewusster leben“? Gibt es hierfür eine einheitliche Definition oder kann „bewusster leben“ ganz unterschiedlich interpretiert werden?

Das Leben folgt ausgetretenen Pfaden; Gewohnheit bestimmt einen Großteil unseres Alltags. Man setzt sich zum Essen und plötzlich räumt man den Teller in die Spülmaschine und weiß gar nicht mehr so recht, dass man überhaupt gegessen hat. Man geht zur Arbeit und weiß wenn man ankommt gar nicht was einem auf dem Weg alles begegnet ist.

Ist Dir das auch schon mal passiert? Das gibt es auch bei der Begegnung mit anderen. Man weiß am Tag nach der netten Party gar nicht mehr mit wem man sich den ganzen Abend unterhalten hat und worum sich die Gespräche drehten.
Grundsätzlich ist Routine nichts Schlechtes. Sie hilft uns, den Kopf für Wichtiges und Spannendes frei zu haben. Aber es geht uns auch viel verloren, wenn Routine die Oberhand gewinnt. Ist Dir aufgefallen, dass die Vögel nach dem Winter wieder zwitschern und die ersten Frühlingsboten aus dem Boden schauen? Hast Du den wunderbaren Geschmack des Essens wirklich genossen? Ist Dir entgangen, dass es einem Freund gerade nicht so gut geht?

Zeit für einen Break

Es ist schön, das Leben intensiv wahrzunehmen, deshalb tut es gut ab und zu den Pausen-Knopf zu drücken und achtsamer mit sich und seiner Umwelt umzugehen. Im Sauerland, dem Teutoburger Wald und in den Kurorten und Heilbädern in NRW gibt es tolle Urlaubsangebote, die gleichzeitig Dein Bewusstsein schulen.
Wir wäre es mit dem Programm „Raus aus dem Hamsterrad“ – Speedentschleunigung durch Nichtstun? Bewusst nichts zu tun ist gar nicht so einfach – Du wirst sehen! Aber es tut richtig gut und schärft den Blick für das Wesentliche.

Alles auf Anfang

Es ist schön, vermeintlich Alltägliches wieder ganz bewusst wahrzunehmen, denn auch oder besonders die kleinen Dinge im Leben können Dir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Wenn Du wieder lernst Kleinigkeiten wahrzunehmen, kannst du viel Kraft aus eben diesen „gewöhnlichen“ Dingen ziehen, einfach weil sie Dich erfreuen. Du kannst loslassen was Dich belastet, weil Du im hier und jetzt lebst. Wenn Du bewusst erlebst was um Dich herum passiert, erweiterst Du Deinen Horizont und erlebst auch mehr Abwechslung. Das, was Du tust, erfüllt Dich umso mehr, je intensiver Du es erlebst. Nicht zuletzt gehört auch das bewusstere Zuhören dazu. Du nimmst andere Menschen wieder wahr und weißt was sie bewegt.
Es gibt noch so viel mehr Gründe „bewusster zu leben“, wichtig ist den Anfang wirklich zu machen und nicht in dem Vorsatz es zu tun zu verharren.
Ein richtig guter Einstieg kann das Seminar „Achtsamkeit und Wertschätzung mit sich und anderen“ in Winterberg sein. An zwei Tagen erfährt man viel über sich selbst, den Umgang mit dem eigenen Selbst aber auch über das Miteinander. Wie wär’s?