• Jogger in Bad Sassendorf, © Tourismus NRW e.V., Dominik Ketz

Joggen bei Wind und Wetter

Wenn es draußen kalt und grau, ist wächst der innere Schweinehund unverhältnismäßig an. Die Motivation draußen aktiv zu sein rutscht in den Keller und es fällt uns alles mögliche ein, was man bei diesem Wetter machen könnte – nur nicht draußen Joggen! Geht es Dir auch so? Vielleicht fragst Du Dich auch, ob Laufen bei Wind und Wetter überhaupt gesund ist? Experten sind sich einig - es ist! Bis minus zehn Grad ist Bewegung und Laufen für gesunde Menschen kein Problem. Der Energieverbrauch ist bei Kälte allerdings höher, was besonders Anfänger merken. Auch geübte Jogger sollten allerdings auf 2-3 Stunden-Läufe eher verzichten. Ein paar wichtige Regeln solltest Du aber auf jeden Fall beachten, wenn Du bei Wind und Wetter unterwegs bist.

Die richtige Kleidung

Der berühmte Zwiebellook ist genau richtig. Nicht zu kalt und nicht zu warm sollte es beim Joggen sein. Direkt auf der Haut am besten Funktionswäsche, die leitet die Feuchtigkeit nach außen, darüber kann dann ein Fleecepullover und dann eine wind- und wasserdichte Jacke. Handschuhe sind nicht unbedingt notwendig, wenn Du an den Händen nicht frierst. Eine Mütze oder Stirnband sollte aber auf jeden Fall zur Ausrüstung gehören, da man über den Kopf bis zu 40% der Wärme verliert und Deine Ohren bei Wind geschützt werden sollten. Apropos Wind, wusstest Du, dass es besser ist anfangs gegen und zum Ende des Laufes mit dem Wind zu laufen? Wenn Du gegen Ende Deines Laufes verschwitzt bist und Gegenwind hast, kühlst Du zu stark aus. Wenn Du mit dem Auto zum Laufen fährst, solltest Du in jedem Fall trockene Kleidung zum Wechseln dabei haben.
Bei Minustemperaturen oder starkem Nebel ist ein Tuch oder Schal vor dem Mund sinnvoll, das hält die Belastung für Lunge und Bronchien in Grenzen.

Läufst Du auch am liebsten im Wald und auf Feldwegen? In der dunklen Jahreszeit solltest Du lieber auf befestigten Wegen laufen. Oft sind die „natürlichen“ Strecken matschig oder gefroren und in der Dunkelheit sind Unebenheiten schlecht erkennbar. Dadurch ist die Verletzungsgefahr höher.

Laufen tut gut

An einem gibt es aber gar keinen Zweifel: regelmäßiges Joggen stärkt das Herz-Kreislaufsystem sowie den Bewegungsapparat, wirkt positiv auf die Psyche und bringt gerade bei kühlen Temperaturen die Abwehrkräfte auf Touren.
Du hast gerade ein Motivationstief oder möchtest im Frühjahr so richtig Durchstarten mit dem Laufen? Dann solltest Du Dir mal das Programm „Joggst du noch oder läufst du schon?“ in Winterberg ansehen. In fünf Tagen machen Dich begeisterte Profis zum LaufHELDEN. Der Fokus dieses Ganzkörpertrainingsprogramms liegt auf der Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten. Deine Bewegungsabläufe werden analysiert. Auf Basis dieser Daten kann dann Dein Laufstil ökonomischer und besser werden. Laufoptimierung zusammen mit einem unvergleichlichen Naturerlebnis im Sauerland, bringen Deine Motivation wieder nach vorne und der Spaß am Laufen steigt.


Wie lange soll man laufen?

Prof. Froböse von der Sporthochschule Köln rät, die Herzfrequenz um 5 bis 10 Schläge niedriger zu halten als im Sommer, da das Herz-Kreislaufsystem bei kühlem Wetter ohnehin mehr arbeiten muss, um den Körper auf „Betriebstemperatur“ zu bringen. Dafür kann man die Trainingsdauer durchaus auf 45 bis 60 Minuten ausdehnen und ruhig drei- bis viermal pro Woche laufen. So kann der Winter zum Aufbau der Grundkondition genutzt werden.

Also heißt es auch in der dunklen Jahreszeit: runter vom Sofa und rein in die Laufschuhe!