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„Mmmhhh ist das lecker, Mama“

Kochen mit Kindern

Kochen für Kinder ist eine echte Herausforderung. Alle Eltern wissen, dass Vitamine und Nährstoffe gut sind für Kinder – Fast Food, Zucker und süße Getränke eher nicht. Oft sind es aber gerade die „ungesunden“ Sachen, die Kinder mögen. Eine gute Möhre oder eine saftige Erdbeere aus der Region können den Süßhunger stillen und liefern ganz nebenbei wichtige Nährstoffe.

Wie macht man Kindern die gute Ernährung schmackhaft?

Wichtig sind die regelmäßigen Mahlzeiten mit den Eltern. Das Wissen, wo die Lebensmittel her kommen und wie sie ursprünglich aussehen ist für Kinder spannend. Regional beim Erzeuger in NRW einzukaufen ist dabei eine erlebnisreiche Erfahrung für Kinder. Denn dass die Möhre aus dem Boden gezogen werden muss und nicht etwa in der Dose wächst, macht sie gleich viel spannender. Wo man Möhren und andere Leckereien wachsen sieht: http://www.nrw-genuss.de/produkte/

Die wichtigsten Grundregeln für eine ausgewogene Kinderernährung:

Nur Wasser, verdünnte Säfte oder ungesüßter Tee
Für Kinder wie für Erwachsene gilt: Viel Trinken ist lebenswichtig! Weil Kinder so viel trinken ist es besonders wichtig, ungesüßte Getränke zu verwenden. Wasser ist hier das Beste, da es wichtige Mineralien enthält, dafür ohne Zucker auskommt. Fruchtsäfte enthalten zahnschädigende Fruchtsäure und Fruchtzucker. Daher sollten sie trotz der enthaltenen Vitamine sparsam und am besten mit Wasser verdünnt gegeben werden. Ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee eignet sich auch als leckerer Durstlöscher.

Gemüse, Salat und Obst
Um den Bedarf aller Vitamine und Mineralstoffe zu decken, empfiehlt es sich mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zu essen. Zum Schulfrühstück und Abendbrot also nicht nur frisches Obst, sondern auch etwas Gurke, Möhre, Kohlrabi oder ähnlich leckeres dazu geben. Alles sollte frisch und knackig sein und am besten aus der Region kommen. Auch am Nachmittag kommt eine Banane bei den Kids gut an und liefert schnell wertvolle Energie.

Brot und Beilagen
Wer viel spielt und tobt, braucht viel Energie aus Kohlenhydraten, die in Brot, Nudeln, Reis o.ä. stecken. Am besten sind Vollkornprodukte, denn sie liefern außerdem die Mineralstoffe, Vitamine, Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren. Weiße Brotsorten sollten eher wie Süßigkeiten, also sparsam, gegessen werden, denn sie enthalten so gut wie keine Nährstoffe und belasten den Darm.

Milch und Milchprodukte
Kinder sind – körperlich gesehen – vor allem mit Wachstum beschäftigt. Alles muss wachsen. Permanent. Dafür benötigen sie ganz viel Calcium. Milch und Milchprodukte sind die wichtigsten Calciumlieferanten. Auch laktosefreie Milch enthält jede Menge Calcium, genauso wie gutes Mineralwasser.

Fisch, Fleisch und Eier
Kinder benötigen besonders viel Eisen für die. Es ist vor allem in Fleisch enthalten, aber auch in einigen Obst- und Gemüsesorten, Hülsenfrüchten und Getreide. Fleisch hat meist einen hohen Fettgehalt, so dass es maximal dreimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen sollte.

Jod ist wichtig für das Wachstum sowie zur Konzentrationssteigerung. Seefisch enthält reichlich Jod und sollte daher zweimal pro Woche gegessen werden. Auch  jodiertes Speisesalz hilft bei der Jodversorgung, sofern keine Glutenintoleranz besteht.

Das lebensnotwendige Eiweiß ist im Ei natürlich hochkonzentriert vorhanden, aber auch Milchprodukte und mageres Fleisch tragen zur Eiweißversorgung bei.

Fette und Öle
Fette sollten überwiegend pflanzlicher Herkunft sein. Mehrfach und einfach ungesättigte Fettsäuren (essenzielle Fettsäuren) sind die gesündesten Fette und z.B. in Nüssen oder Avocados oder Sonnenblumen-, Soja-, Lein- und Rapsöl enthalten. Doch alle Fette enthalten auch Kalorien – also selbst gesunde Fette sparsam und bedacht einsetzen. Transfette hingegen sind tatsächlich gesundheitsschädlich. Sie entstehen z.B. beim Frittieren, sind in fast allen Fast-Food-Gerichten, oft in Pommes, Chips, Knabbergebäck und Fertiggerichten enthalten.

Süßigkeiten und Snacks
Naschen macht Spaß und sollte nicht komplett gestrichen werden. Die Menge macht’s, die Tagesration an Süßigkeiten bzw. Snacks sollte in eine Kinderhand passen. Ein paar Nüsse oder Trocken-Obst, Gemüsesticks oder Rosinen gehen zusätzlich.